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Julius-Kühn-Institut

Julius-Kühn-Institut
Dr. Siegfried Schittenhelm
Bewässerung

Bewässerung

Eine wirtschaftliche Energiepflanzenproduktion erfordert hohe und stabile Biomasseerträge. Dieses Ziel ist auf Standorten die wegen durchlässiger Böden und/oder hoher Verdunstung zur Trockenheit neigen nur durch zusätzliche Wassergaben zu erreichen. Zu den Regionen mit Sommertrockenheit gehören u.a. große Teile Ostdeutschlands und Niedersachsens sowie der Oberrheingraben. Die Zusatzbewässerung als Instrument der Ertragssicherung wird möglicherweise zukünftig an Bedeutung gewinnen, weil Klimaprognosen eine allgemeine Erwärmung und zunehmende Sommertrockenheit voraussagen. Wenngleich die Zusatzbewässerung bei der Energiepflanzenproduktion ökonomisch zweckmäßig sein kann, sind zusätzliche Wassergaben wegen fehlen­der Beregnungstechnik oder aufgrund rechtlicher Beschränkungen nicht überall möglich. Vor dem Hintergrund des Klimawandels müssen deshalb in stärkerem Maße Fruchtarten und Anbausysteme gewählt werden, die mit weniger Wasser auskommen, sei es natürlicher Niederschlag oder Beregnungswasser. Norman E. Borlaug, Nobelpreisträger und Architekt der Grünen Revolution, hat diesen Sachverhalt sehr anschaulich mit den Worten ’more crop per drop’ ausgedrückt. Zukünftig werden wärmeliebende Fruchtarten mit einer hohen Wassernutzungseffizienz wie beispielsweise Sorghumhirsen eine wichtigere Rolle beim Anbau von Energiepflanzen spielen.

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